W103570 Die eisen- und kaiserzeitliche Siedlung von Castrop-Rauxel Ickern. Mensch und Umwelt an der Emscher.

Beginn Mo., 16.04.2018, 18:00 - 19:30 Uhr
Kursgebühr 0,00 €
Dauer 1 Abend
Kursleitung Dr. Jürgen Pape

In den Jahren 2007 bis 2011 hat die Außenstelle Münster der LWL-Archäologie in der Emscherniederung bei Castrop-Rauxel Ickern, Kreis Recklinghausen eine ca. 12 ha große Siedlungsfläche der Eisenzeit und der Römischen Kaiserzeit untersucht. Die zahlreichen freigelegten Hofstellen mit Hausgrundrissen und Speichern liegen auf der nördlichen Niederterrasse am Rand der Emscheraue. Die Funde lassen dabei eine kleinere, ländliche Siedlung erkennen, deren Bewohner in der Kaiserzeit aber durchaus Zugang zu römischen Gebrauchs- und Luxusgütern hatten. Auch in der angrenzenden Aue wurden zahlreichen Schnitte angelegt, in denen alte Auelehme sowie spätneolithische bis neuzeitliche verlandete Altarme der Emscher erfasst wurden. In den eisen- und kaiserzeitlichen Gerinnen fanden sich an zwei Stellen über 23.000 Keramikscherben und 19.000 Tierknochen. Die Menschen der nahegelegenen Siedlungen nutzten in dieser Zeit die Emscher dort wohl zur Entsorgung ihres Hausabfalls. Den Zugang zum Flusslauf an diesen Stellen sicherten sie dabei mit Uferbefestigungen und hölzernen Steganlagen, wie eingeschlagene, noch erhalte Staken und Pfähle belegen. Die herausragenden Erhaltungsbedingungen für organische Materialien in der Emscheraue stellten dabei insbesondere für Archäobotanik und -zoologie ein einzigartiges Archiv zur holozänen Landschafts- und Kulturgeschichte dar. Die nun abgeschlossene Auswertung dieser für Westfalen wichtigen Grabung erfolgte in den letzten Jahren durch zahlreiche Fachkollegen in einem interdisziplinären Projekt bei der LWL-Archäologie.



Kurs abgeschlossen

Kursort

Xanten RömerMuseum

Siegfriedstraße 39
46509 Xanten

Termine

Datum
16.04.2018
Uhrzeit
18:00 - 19:30 Uhr
Ort
Siegfriedstraße 39, Xanten RömerMuseum