Y103460 "Verbotener Umgang"

Beginn Do., 12.03.2020, 19:30 - 21:00 Uhr
Kursgebühr 0,00 €
Dauer 1 Abend
Kursleitung Dr. Rüdiger Gollnick

Im Vortrag werden die Strategien des NS-Staates, Beziehungen zwischen Deutschen und Kriegsgefangenen sowie Fremdarbeiter*innen zu unterbinden und zu kriminalisieren, in den Jahren 1939 - 1945 aufgrund aktueller Archivstudien aus den Kreisen Wesel und Kleve ausführlich an Fallbeispielen dargestellt. Viele Verordnungen und Gesetze hinsichtlich der nationalsozialistischen Familien- und Rassenpolitik verfolgten die Absicht, das "arische Blut" reinzuhalten, Mischehen zu verhindern, sich "rassisch minderwertiger Menschen" zu entledigen und Liebesbeziehungen zwischen Deutschen und "Fremdländischen" zu unterbinden: Jede geschlechtlichen oder sozialen Bindungen waren verboten und wurden häufig auch an der Justiz vorbei, also ohne richterliches Urteil, über die Gestapo und ihren Apparat verfolgt. So wurden sowohl die Kriegsgefangenen und Zwangsarbeiter*innen als auch die deutschen Arbeitskolleg*innen und Arbeitgeber bespitzelt und überwacht. Denunziationen erfolgten häufig aus der Mitte der Gesellschaft. Da gerade im weiteren Verlauf der Kriegsjahre immer mehr Männer zum Kriegsdienst eingezogen wurden, sahen die NS-Ideologen und Partei-Funktionäre besonders die deutsche Frau als gefährdet an. Kooperationsveranstaltung mit dem Stadtarchiv Rheinberg.




Kursort

Rheinberg Alte Kellnerei

Innenwall 104
47495 Rheinberg

Termine

Datum
12.03.2020
Uhrzeit
19:30 - 21:00 Uhr
Ort
Innenwall 104, Rheinberg Alte Kellnerei