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X103550 Weltweites Zellwerk. Granathandel im Frühmittelalter

Beginn Mo., 18.02.2019, 18:00 - 19:30 Uhr
Kursgebühr 0,00 €
Dauer 1 Abend
Kursleitung Dr. Elke Nieveler

Im gesamten Frankenreich war die Frauenmode vor allem des 6. Jahrhunderts gekennzeichnet durch das Rot und Gold des granatverzierten Schmucks. Aus tausenden von Gräbern sind diese Schmuckstücke bis heute überliefert. Aber auch zur Verzierung von prunkvollen Waffen wurden der Granat vielfach verwendet. Die Qualität der Goldschmiedearbeiten wie der Steine sind dabei sehr unterschiedlich. Der beliebte und zahlreich verarbeitete Schmuckstein kam aus Lagerstätten in Indien, Sri Lanka und Böhmen. Zerstörungsfreie Untersuchungsmethoden wie die Röntgenfluoreszenzanalyse (RFA) sowie Analysen durch erfahrene Mineralogen haben es in den letzten Jahren ermöglicht, geochemische Fingerprints der Lagerstätten zu erstellen und so die Herkunft der Steine zerstörungsfrei zu bestimmen. Als Fernhandelsprodukt bietet er die Möglichkeit, wirtschaftshistorischen Fragestellungen, Austausch, zu Verkehrswegen sowie sozialen Verbindungen nachzugehen. Um diesen Fragen nachzugehen, nahm das LVR-LMB die Möglichkeit wahr sich als selbständiger Kooperationspartner an dem durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung finanzierten Projekt "Weltweites Zellwerk" im Rahmen des Förderprogramms "Die Sprache der Objekte - materielle Kultur im Kontext gesellschaftlicher Entwicklungen" zu beteiligen. Der Vortrag gibt einen Einblick in faszinierende Details der damaligen Goldschmiedetechnik und Steinverarbeitung zeigt aber auch die Arbeitsweise im Forschungsprojekt mit den Objekten und seine Ergebnisse.



Kurs abgeschlossen

Kursort

Xanten RömerMuseum

Siegfriedstraße 39
46509 Xanten

Termine

Datum
18.02.2019
Uhrzeit
18:00 - 19:30 Uhr
Ort
Siegfriedstraße 39, Xanten RömerMuseum